BürgerEnergiegenossenschaft
Sonne und Wind Stuttgart eG

Liebe Mitglieder,

am 22.06.17 fand die 6. Generalversammlung statt

zunächst das terminlich wichtigste:

für dieses Jahr haben wir eine relativ hohe Ausschüttung beschlossen. Angedacht für die nächsten Jahre sind etwas niedrigere - für die heutige Zeit aber immer noch hohe - Ausschüttungen (Dividenden). Auf diese Zahlungen ist grundsätzlich Kapitalertragsteuer, Solidaritätszuschlag und ggf Kirchensteuer direkt abzuziehen. So dass aus 6 Prozent weniger als 4,5 % werden oder aus 3 % - ca 2 %. Es gibt zwei Möglichkeiten dies zu vermeiden:

1. Nichtveranlagungsbescheinigung. Das ist der kompliziertere Weg bei dem beim Finanzamt ein Antrag gestellt werden muss. Dieser gilt dann drei Jahre. Dies kann unter Umständen für Wenigverdiener, Renter, Studenten und Kinder eine gute Lösung sein

2. Freistellungsauftrag. Einfache und schnelle Lösung. Wenn sie von ihrem Freibetrag noch etwas übrig haben, unter Mitgliedervorteil können sie einen Freistellungsauftrag runterladen, drucken ihn zweimal aus (einmal für sie, einmal für die Genossenschaft) und schicken ihn zu uns. Der Antrag sollte allerdings bis 10.07.17 bei uns sein, da wir kurz darauf die Überweisungen ausführen wollen.

 

 

 

unsere fünfte Generalversammlung fand am 9. Juni 2016 statt.

Davor durften wir uns ein Referat des Medienberaters Leonhard Fromm aus Schorndorf über die Energiewende anhören und darüber diskutieren.

energieautarke Unternehmen bzw Die Energiewende ist machbar

Mit dem Erscheinen des neuen EEG sah es für mich so aus als ob die Energiewende von der Politik gezielt abgewürgt werden sollte. Zu kompliziert und extrem geänderte Bedingungen.

Herr Fromm machte klar, dass das ursprüngliche EEG seine Berechtigung hatte um die Energiewende anzuschieben. Die Zeit war überreif Veränderungen vorzunehmen. Tatsächlich sehen jetzt immer mehr Firmen, auch erzkonservative Unternehmer, Chancen darin um Geld zu verdienen. Er nannte einige Firmen die ihre Abwärme in eine Nahwärmeversorgung einspeisen, Strom intelligenter einsetzen, ein Energie-/Last-Management aufbauen wie z.B. Kühlhäuser bei Stromüberschuss auf -26°C runterkühlen und bei Stromknappheit bis -16° sich erwärmen lassen, einfach energieautarker werden durch ein Blockheizkraftwerk und eine Photovoltaikanlage, Discounter betreiben PV-Anlagen für ihre Beleuchtung und Kühlanlagen und bieten Kunden die Möglichkeit ihre E-Fahrzeuge zu laden.

Die Diskussion über den Stromtrassenbau kritisierte er. Seiner Meinung nach sollte die Energiewende regionaler aufgebaut werden. Offshore Windkraftanlagen nützen nur den grossen Energiekonzernen. Die kann sich sonst niemand leisten – erst recht keine BEG.

Auf die Frage was BEG´s heutzutage machen könnten meinte er es ist deutlich schwerer geworden. Zum Einen könnte man als Multiplikator auftreten um Zusammenhänge oder Techniken bekannter zu machen oder die oben genannten Dinge selber anzupacken. Allerdings, wenn die Firmen dann sehen, dass damit Geld zu verdienen ist, würden sie die Maßnahmen selber durchführen.

Als Dinge zum Nachdenken (habe ich so verstanden) nannte er noch: Krankenhäuser/Pflegeheime haben einen hohen Energiebedarf, Eisspeicher, Massespeicher, E-Autos und Speicher sind wichtig.

Ich denke das war ein gelungener Vortrag. Die Energiewende ist machbar. Ich glaube wieder daran.

Walter Mosch